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Belgrad & Nachtzug (Tag 1)

27. September 2016

So, mein erster Blogpost und ich weiß garnicht, wo ich beginnen soll: ich liege grade in einem Dorf bei Petrovac am Pool und versuche, die tolle Zeit in Belgrad und die Reise nach Petrovac zu rekonstruieren.

Samstag Abends ging es los in einer kleinen Propellermaschine der Air Serbia, die um 22 Uhr in dem recht überschaubaren Flughafen Nikola Tesla Beograd landete. Gebucht habe ich meine Reise wie immer über checkfelix. Ich denke, die Seite ist jedem ein Begriff, ich mag sie, da sie sehr übersichtlich ist und Buchungsgebühren gleich mit anzeigt.

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Danke Mark für das Geburtstagsgeschenk!

Nach der Ankunft checkten wir in unser Airbnb ein, was ich in Belgrad nur wärmstens empfehlen kann: für unser Zimmer ganz in der Nähe der Hauptfußgängerzone Knez Mihailova in Stari Grad haben wir 19 Euro bezahlt. Danach waren wir noch auf der sehr netten Bohemian Meile Skadaska in Skadarlija unterwegs. Um die Ecke ist auch eine Art Parkplatz namens Cetinska mit fast 15 sehr coolen, hippen Bars, die an Berliner In-Schuppen erinnern. Hier haben wir bis ca. 4 Uhr morgens bei einigen lokalen Bieren (Jelen! <3) ein Beerpong-Turnier in einem Club beobachtet, nachdem die anderen Bars um 2 geschlossen haben. Außerdem habe ich eine Pljeskavica gegessen, was man sowieso unbedingt mal in seinem Leben gemacht haben sollte.

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Dementsprechend ging es am Sonntag erst etwas später los: Nach einem netten Plausch mit unseren Vermietern machten wir uns auf, um mir einen neuen Koffer zu suchen, nachdem der letzte auf den etwas holprigen Belgrader Gehwegen den Geist aufgegeben hat. Übrigens, der neue ist auch schon halb kaputt, aber war die 30 Euro beim China-Laden wert. Wir verstauten unser Gepäck im Bahnhof und machten uns zu Fuß auf den Weg, um die Innenstadt zu erkunden.

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Neuer Koffer, bereit zu neuen Abenteuern

Vom Bahnhof in Richtung Flaniermeile Knez Mihailova kamen wir am Vertdeidigungsministerium vorbei, dass seit 1999 mit einem Bombenkrater da steht. Rund um das Parlament befinden sich auch noch viele schöne Prunkbauten. Ansonsten ist das Stadtbild von sehr alten Häusern neben 70-Jahre-Bauten geprägt und hat einen ganz eigenen Charme. Die Straßen sind zwar teilweise relativ steil, dennoch haben wir die 25.000 Schritte geknackt. Generell würde ich empfehlen, Belgrad zu Fuß zu erkunden, da man hier an jeder Ecke etwas zu sehen bekommt!

Sowohl unser verspätetes Frühstück als auch unser Abendbrot haben wir in der Fit Bar gegessen, die für mich als Mitteleuropäerin super günstig ist und tolle Salate, Säfte und gesunde Hauptspeisen anbieten! Ich wünschte, es gäbe ein vergleichbares Lokal mit so einer großen Auswahl an fantastischen Speisen in Wien!

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Fit Bar Salat Nr. 2

Zwischendurch waren wir auch auf der Burg Kalemegdan und haben den Ausblick auf Donau und Sava genossen. Für die Waffenfanatiker: im Burggraben kann man viele Panzer, Waffen etc. aus dem 20. Jahrhundert gratis anschauen. Außerdem gibt es im Burggraben einen Tennis- und einen Basketballplatz.

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Die meisten Geschäfte hatten auch am Sonntag bis 13 Uhr geöffnet, unser Proviant (eine Flasche Vranac, eine Flasche Gorki List) für die Zugreise holten wir in einem der Shop&Go 24 Stunden besorgt. Dann ging es auch schon zum Bahnhof und um kurz nach 20 Uhr fuhr der Nachtzug nach Bar auch schon los! Da wir irgendwas bei der Buchung am Samstag Abend falsch gemacht haben, waren wir in einem 6er-Liegeabteil, weswegen wir relativ bald in den Sitzwagen gewechselt haben, um zu „jausnen“. Nach ein paar Runden Bauernschnapsen zog es uns dann in den Bar-Wagon, wo wir uns die Nacht um die Ohren geschlagen haben. Leider haben wir es nicht ganz bis zur Montenegrinischen Grenze durchgehalten, weswegen wir um 5 Uhr morgens von den Grenzbeamten geweckt wurden. Fun Fact: Ob die Kellner, die Schaffner oder wir mehr getrunken haben, kann ich leider nicht beurteilen, jedenfalls darf man hier fast überall Rauchen. Auch auf den Straßen rauchen fast ALLE ständig. Fahrräder sieht man hier auch recht selten.

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Das Menü im Partywagon

Last but not least muss ich sagen, dass die Serben wirklich ein extrem freundliches, offenes und positives Volk sind. Ich bin echt begeistert von der Mentalität der Menschen hier! Und: wenn ich in ein Land reise, dessen Sprache ich nicht beherrsche, erwarte ich auch von niemanden, dass er Englisch oder Deutsch spricht, allerdings spricht hier jeder perfekt „Hände und Füße“ und ich habe auch schon ein bisschen Serbokroatisch gelernt. Ziveli!

So, dass war es dann auch schon mit meinem ersten Reisepost. Morgen um 21 Uhr unbedingt goTV einschalten, ich moderiere eine Sendung für Roma Friseurbedarf.

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