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Allgemein Travel

Ausflug nach Bar (Tag 6)

22. Oktober 2016

Unseren letzten Tag begannen wir mit einer weiteren großen Tauch-Tour in der Bucht, die zu unserem Ferienhaus dazu gehört- das Wasser hatte die perfekte Badetemperatur und ist so unglaublich klar! Sandalen sollte man allerdings besser anlassen, wenn man nicht ein unangenehmes Erlebnis mit einem Seeigel machen möchte.

No words needed

No words needed

 

Danach fuhren wir ca. eine dreiviertel Stunde lang nach Bar, eine Stadt mit ca. 13.000 Einwohnern im Süden von Montenego an der Adriaküste. Bar wurde bereits in der Antike von den Illyrern besiedelt und hat eine wahnsinnig interessante Geschichte, die man in den Ruinen der Altstadt erkunden kann.  Nach einem Erdbeben Ende der Siebzigerjahre wurde diese verlassen und eine neue Stadt wurde unmittelbar an der Küste wiedererrichtet.

 

In den Ruinen der Altstadt

In den Ruinen der Altstadt

Serbisch-Orthodoxe Kirche in Bar

Serbisch-Orthodoxe Kirche in Bar

Zu Mittag gingen wir in das Lokal Kaldrma, welches laut Tripadvisor das beste Restaurant der Stadt ist und stolze 4,5 Punkte hat. Hier haben wir wirklich fanstastisch gegessen, einmal quer durch die komplett handgeschriebene Karte!

Keine Karte gleicht der anderen!

Keine Karte gleicht der anderen!

Unbedingt probiert haben muss man den Dirndlsaft (Kriechkirschensaft) und das Olivenöl! Die Region um Bar ist bekannt für ihre fantastischen Olivenhaine und im Dezember findet hier jedes Jahr ein Olivenöl-Fest statt! Danach fuhren wir noch in das Haus eines Bekannten mit einem unglaublichen Pool, von dem aus man den Hafen und die Neustadt aus beobachten kann:

Leider war es schon etwas zu frisch um zu schwimmen...

Leider war es schon etwas zu frisch um zu schwimmen…

Neben dem Haus war auch ein paar Weinreben. Wir durften sogar einen Blick in die Produktion werfen und anschließend eine Flasche verköstigen. Unglaublich, dieser Wein hat vom Anbau über die Produktion bis in unseren Mund 40m zurück gelegt und das schmeckte man!

Abends fuhren wir dann noch einmal zu dem Lokal in der Bucht mit der riesen Baustelle: Perazica Do. Bei einer Fischsuppe und ein paar Gläsern Wein genossen wir einen letzten atemberaubenden Sonnenuntergang und schmiedeten schon Pläne für unseren nächsten Besuch.

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Dovidenja

Ich muss echt sagen, dass mir selten ein Land oder eine Gegend so gut gefallen hat wie Montenegro und die Region zwischen Bar und Budva! Das Lebensgefühl ist einmalig, die Menschen sind unglaublich aufgeschlossen und lustig, die Landschaft ist so abwechslungsreich und wunderschön… Sprachbarriere gab es keine, ganz im Gegenteil, ich habe einige Brocken Montenegrinisch gelernt und hatte viele interessante Gespräche mit Einwohnern.

Den nächsten Urlaub hier kann ich kaum erwarten, das könnt ihr mir glauben!

Allgemein Travel

Off Day (Tag 5)

1. Oktober 2016

Ich melde mich zurück aus dem Zug von Sutomore nach Belgrad, aber dazu kommen wir am Montag…

Ein Urlaub ist, finde ich, nur komplett, wenn man einen Tag gar nichts gemacht hat. Also habe ich meinen Bruder auf Ausflugstour geschickt und habe mir ein ausgewognes Frühstück am Pool zubereitet.

Ziveli!

Ziveli!

Unsere Villa hat 5 Schlafzimmer, 4 davon Doppelzimmer, ein Single-Zimmer und befindet sich in Skodjidjevojka, zwischen Budva und Petrovac. Das Örtchen ist relativ ruhig, was genau das war wonach wir gesucht haben, aber verfügt über eine ausgezeichnete Infrastruktur. Asphaltierte, beleuchtete Straßen sind hier nämlich keine Selbstverständlichkeit. Der unbeschreibliche Ausblick aufs Meer und die angenehmen Temperaturen bis Ende Oktober machen die Villa auch für einen Off-Season-Besuch attraktiv. Da dies mein erster Besuch im Balkan war, kann ich hier nur Erzählungen rezitieren, allerdings ist es hier im Juli und August sehr touristisch und die Temperaturen erreichen über 40 Grad. Falls ihr euch für das Haus interessiert, könnt ihr mir gern eine Mail schreiben. Man findet allerdings sogar während der Hauptsaison sehr viele schöne Wohnungen für 25 Euro pro Person und Tag.

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Urlaub auf Balkonien

Den Abend habe ich zuerst am Meer verbracht, hier ging es 444 Stufen die Steilküste zu einer atemberaubend schönen, verlassenen Bucht hinab. (Mama, besser nicht die Fotos anschauen!)

Unten links war "meine" Bucht

Unten links war „meine“ Bucht

Alle 5 Minuten gab es diverse Bänke mit tollem Ausblick über die Bucht. Runter habe ich 15 Minuten, rauf um die 20 Minuten gebraucht. In der Bucht, die sehr schnell irrsinnig tief wird, war ich das 1. Mal in meinem Leben schnorcheln. Definitiv eins meiner Urlaubs-Highlights!

Nach einem kurzen Sprung in den Pool im Sonnenuntergang ging ich entlang der Landstraße in das Restaurant des Ortes. Hier habe ich eine lokale Spezialität, Pod Saca, probiert: Lamm, Kalb oder Ziege zusammen mit Gemüse in einem Tontopf gegart. Wahnsinnig lecker!

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Morgen geht es weiter mit einem Ausflug nach Bar und auch schon meinem letzten Tag in Montenegro…

Travel

Little Bay in Krstac (Tag 3)

29. September 2016

Nach den Strapazen der Reise und dem abwechslungsreichen 1. Tag haben wir uns am Dienstag morgen Zeit zum Aufstehen und Frühstücken genommen. Von meinem Bett aus sieht man direkt über den Balkon in die Baumwipfel und den Horizont.

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Swim by Black Milk Clothing

Zu unserem Sektfrühstück gab es Kuvana Kafa (gekochter Kaffee auf türkische Art, man trinkt ihn schwarz und ohne ihn zu filtrieren). Danach hat mir mein Bruder aus dem Kaffeesatz Reichtum und einen fantastischen Mann gelesen, ich habe hier jedoch nur einen kleinen, süßen Hund gesehen:

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Alles zusammen wäre natürlich ideal! Danach sind in eine Bucht Nahe unseres Hauses gefahren, vorbei an einer Baustelle für eine riesige Hotelanlage, die allerdings seit 2004 gebaut wird, ganz im Stil des Flughafens BER. Die Bausubstanz unten ist allerdings schon 10 Jahre alt und weißt schon Mängel auf, weswegen man sich wohl noch etwas mit der Fertigstellung gedulden muss. Um so besser für uns: an dem Strand waren insgesamt ca. 20 Menschen und ein kleines Open Air Lokal mit fantastischer Fisch-Küche.

Panorama der bucht vom Wasser aus

Panorama der bucht vom Wasser aus

Was ist das für 1 Hotel

Was ist das für 1 Hotel

Die Sonnenuntergänge hier sind der Wahnsinn, jeden Tag ist er ein bisschen anders aber immer wunderschön. Übrigens: Abendrot bedeutet gutes Wetter am nächsten Tag, Morgenrot warnt vor schlechtem Wetter. Ein etwas ruhigerer Tag vor unserem großen Ausflug in die Bucht von Kotor und ins Landesinnere war genau das richtige! Außerdem habe ich an dem Tag begonnen, an meinem Blog zu schreiben, was mir bisher wahnsinnig viel Freude bereitet!

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Travel

Villa Jumping Girl (Tag 2)

28. September 2016

Endlich angekommen!

Unser Zug kam anstatt um 8 Uhr morgens erst  um 10 Uhr morgens an, das hat mir mein Bruder jedoch schon lang vor Antritt der Zugreise prognostiziert. Wer die umgehen möchte, kann auch einfach mit dem Flugzeug nach Tivat fliegen, jedoch ist das nur der halbe Spaß: die Bahn fährt duch 254 Tunnel und über 243 Brücken, eine davon die höchste Eisenbahnbrücke Europas. Vom Bahnhof Sutomore aus nahmen wir ein Taxi um ca. 20 Euro zu unserem Haus in Skocidjevojka.

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Ich habe das Zimmer ganz oben mit extra Balkon bezogen, da mein Bruder meinte, er könne nach den Schnäpsen auf der Terasse keine Treppen mehr hochgehen. Ich habe damit kein Problem. Mein absolutes Highlight ist allerdings der Infinity-Pool mit Blick auf die Bucht von Petrovac:

 

Endlich angekommen - erstmal ausruhen

Endlich angekommen – erstmal ausruhen

Zum Mittagessen ging es nach Millocer, das nächste Dörfchen, ins Konoba Zago. Wahnsinnig guter Fisch, ausgezeichneter lokaler Wein und ein exzellenter Service haben für ein fantastisches Mittagessen gesorgt. Das sollte hier aber in allen Lokalen so weitergehen! Die Montenegriener sind sehr zuvorkommend und serviceorientiert. Danach gab es noch einen Kaffee mit fantastischer Aussicht aufs Meer in einem Lokal an der Promenade.

Milovac

Milocer

Danach haben wir uns noch Petrovac angesehen und haben uns mit Frühstück und Wein für die nächsten 5 Tage eingedeckt. Ok, vielleicht war auch ein Loza dabei. Abends ging es dann noch ein die wunderschöne, verwinkelte Innenstadt von Budva. Leider war es schon zu dunkel für meine Kamera, allerdings kann ich einen Besuch dieser Stadt mit ca. 19.000 Einwohnern kann ich nur empfehlen! Sie ist eine der ältesten Städte an der Adria. Das sieht man auch im Stadtbild der Altstadt: urpsrünglich waren die Häuser hier nur ein Stockwerk hoch und darüber aus Holz. Da dies auf dem sehr knapp bemessenen Stadt allerdings immer wieder zu Bränden führte, wurden nach und nach die Häuser aufgestockt.

Gemeinsam haben Ruben und ich stolze 1,5 kg fantastischer Muscheln verdrückt, dazu gab es einen Sopska-Salat. Bei ein paar Flaschen Vranac haben wir dann im ziemlich hippen Lokal Casper unter Sternenhimmel den Abend ausklingen lassen. Morgen geht es weiter mit einem Post über eine Riesen-Baustelle und eine verlassene Bucht Nahe unserer Villa.

By the way: Habt ihr meine Moderation bei goTV für Roma Friseurbedarf heute gesehen? Ich bin ja fast gestorben, als ich mich auf Kamera gesehen habe. Solange man meine Stimme nicht hört, bin ich ja ganz entspannt vor der Kamera, aber das war etwas ganz Neues für mich. Jedenfalls hoffe ich, dass es allen gefallen hat und kann nur sagen, dass vielleicht bald mehr von mir vor der Kamera kommt. 🙂

Travel

Belgrad & Nachtzug (Tag 1)

27. September 2016

So, mein erster Blogpost und ich weiß garnicht, wo ich beginnen soll: ich liege grade in einem Dorf bei Petrovac am Pool und versuche, die tolle Zeit in Belgrad und die Reise nach Petrovac zu rekonstruieren.

Samstag Abends ging es los in einer kleinen Propellermaschine der Air Serbia, die um 22 Uhr in dem recht überschaubaren Flughafen Nikola Tesla Beograd landete. Gebucht habe ich meine Reise wie immer über checkfelix. Ich denke, die Seite ist jedem ein Begriff, ich mag sie, da sie sehr übersichtlich ist und Buchungsgebühren gleich mit anzeigt.

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Danke Mark für das Geburtstagsgeschenk!

Nach der Ankunft checkten wir in unser Airbnb ein, was ich in Belgrad nur wärmstens empfehlen kann: für unser Zimmer ganz in der Nähe der Hauptfußgängerzone Knez Mihailova in Stari Grad haben wir 19 Euro bezahlt. Danach waren wir noch auf der sehr netten Bohemian Meile Skadaska in Skadarlija unterwegs. Um die Ecke ist auch eine Art Parkplatz namens Cetinska mit fast 15 sehr coolen, hippen Bars, die an Berliner In-Schuppen erinnern. Hier haben wir bis ca. 4 Uhr morgens bei einigen lokalen Bieren (Jelen! <3) ein Beerpong-Turnier in einem Club beobachtet, nachdem die anderen Bars um 2 geschlossen haben. Außerdem habe ich eine Pljeskavica gegessen, was man sowieso unbedingt mal in seinem Leben gemacht haben sollte.

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Dementsprechend ging es am Sonntag erst etwas später los: Nach einem netten Plausch mit unseren Vermietern machten wir uns auf, um mir einen neuen Koffer zu suchen, nachdem der letzte auf den etwas holprigen Belgrader Gehwegen den Geist aufgegeben hat. Übrigens, der neue ist auch schon halb kaputt, aber war die 30 Euro beim China-Laden wert. Wir verstauten unser Gepäck im Bahnhof und machten uns zu Fuß auf den Weg, um die Innenstadt zu erkunden.

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Neuer Koffer, bereit zu neuen Abenteuern

Vom Bahnhof in Richtung Flaniermeile Knez Mihailova kamen wir am Vertdeidigungsministerium vorbei, dass seit 1999 mit einem Bombenkrater da steht. Rund um das Parlament befinden sich auch noch viele schöne Prunkbauten. Ansonsten ist das Stadtbild von sehr alten Häusern neben 70-Jahre-Bauten geprägt und hat einen ganz eigenen Charme. Die Straßen sind zwar teilweise relativ steil, dennoch haben wir die 25.000 Schritte geknackt. Generell würde ich empfehlen, Belgrad zu Fuß zu erkunden, da man hier an jeder Ecke etwas zu sehen bekommt!

Sowohl unser verspätetes Frühstück als auch unser Abendbrot haben wir in der Fit Bar gegessen, die für mich als Mitteleuropäerin super günstig ist und tolle Salate, Säfte und gesunde Hauptspeisen anbieten! Ich wünschte, es gäbe ein vergleichbares Lokal mit so einer großen Auswahl an fantastischen Speisen in Wien!

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Fit Bar Salat Nr. 2

Zwischendurch waren wir auch auf der Burg Kalemegdan und haben den Ausblick auf Donau und Sava genossen. Für die Waffenfanatiker: im Burggraben kann man viele Panzer, Waffen etc. aus dem 20. Jahrhundert gratis anschauen. Außerdem gibt es im Burggraben einen Tennis- und einen Basketballplatz.

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Die meisten Geschäfte hatten auch am Sonntag bis 13 Uhr geöffnet, unser Proviant (eine Flasche Vranac, eine Flasche Gorki List) für die Zugreise holten wir in einem der Shop&Go 24 Stunden besorgt. Dann ging es auch schon zum Bahnhof und um kurz nach 20 Uhr fuhr der Nachtzug nach Bar auch schon los! Da wir irgendwas bei der Buchung am Samstag Abend falsch gemacht haben, waren wir in einem 6er-Liegeabteil, weswegen wir relativ bald in den Sitzwagen gewechselt haben, um zu „jausnen“. Nach ein paar Runden Bauernschnapsen zog es uns dann in den Bar-Wagon, wo wir uns die Nacht um die Ohren geschlagen haben. Leider haben wir es nicht ganz bis zur Montenegrinischen Grenze durchgehalten, weswegen wir um 5 Uhr morgens von den Grenzbeamten geweckt wurden. Fun Fact: Ob die Kellner, die Schaffner oder wir mehr getrunken haben, kann ich leider nicht beurteilen, jedenfalls darf man hier fast überall Rauchen. Auch auf den Straßen rauchen fast ALLE ständig. Fahrräder sieht man hier auch recht selten.

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Das Menü im Partywagon

Last but not least muss ich sagen, dass die Serben wirklich ein extrem freundliches, offenes und positives Volk sind. Ich bin echt begeistert von der Mentalität der Menschen hier! Und: wenn ich in ein Land reise, dessen Sprache ich nicht beherrsche, erwarte ich auch von niemanden, dass er Englisch oder Deutsch spricht, allerdings spricht hier jeder perfekt „Hände und Füße“ und ich habe auch schon ein bisschen Serbokroatisch gelernt. Ziveli!

So, dass war es dann auch schon mit meinem ersten Reisepost. Morgen um 21 Uhr unbedingt goTV einschalten, ich moderiere eine Sendung für Roma Friseurbedarf.

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